Suchtprävention an der MHS Großklein
Trennlinie
25. Februar bis 1. März 2002
Trennlinie

Süchte gehören in unserer Gesellschaft immer mehr zum täglichen Leben. Besonders Alkohol wird von den Jugendlichen immer häufiger konsumiert. Die Gründe dafür können Sorgen, familiäre Konflikte, Leistungsdruck, Interesse an verbotenen Dingen und nicht zuletzt Gruppendruck sein.

Trennlinie

Vorbereitung

Diese Tatsachen waren für uns ausschlaggebend mit unseren Schülern vom 25.2. bis 1.3.2002 ein Präven-tionsprojekt zum Thema "SUCHT" durchzuführen.

An diesem Projekt beteiligten sich alle Schüler der 4. Klassen sowie die Lehrer Altenburger Monja, Landler Helmut, Prumofsky Karin, Strohmeier Erich, Theussl Ilse und Zierler Renate.

Vor der Durchführung des Projektes galt es für die be-treuenden Lehrer einige Vorbereitungsarbeiten durch-zuführen:
Zunächst gab es eine Projektbesprechung im Landesgendarmeriekommando in Graz mit Vertretern der Suchtpräventionsstelle "VIVID" und der Exekutive. Anschließend nahmen die Lehrer an einem Methoden-training teil. Dort erhielten sie eine Menge Informationen über Süchte, deren Entstehung und Auswirkungen. Weiters wurden sie genau darüber informiert, wie man diese heikle Thematik im Unterricht umsetzt. Schließlich wurde in Zusammenarbeit mit der Exekutive, Frau Mag. Adele Fehberger von VIVD und den Lehrern ein Informationsabend für die Eltern veranstaltet.

Ursachendreieck

Was wir mit dem Projekt erreichen wollten:

Im Anschluss an die Projektwoche setzten wir uns mit den heimischen Gastwirten in Verbindung. Von den Schülern selbst gestaltete Plakate zum Thema "Jugendschutz-gesetz" wurden in folgenden Gasthäusern angebracht:
GH Steirerkeller, GH Wrolli, GH Wagner, Kaffee "Hub-mann", Kaffee "Bicycle", Kaffee "Rollthommerl" und bei der Sportanlage.
Wir bedanken uns bei den Betreibern dieser Lokale hiermit recht herzlich für die Unterstützung des Projektes.
Weiters wurde das Lehrerteam zu einer Projektpräsen-tation in die BIT Leibnitz eingeladen.

Da auch der Steiermärkischen Landesregierung die Suchtprävention ein großes Anliegen ist, wurden wir für unsere Projektarbeit im Weißen Saal in der Burg Graz mit einer Urkundenverleihung geehrt.

Wenn nur einer unserer Schützlinge vom Drogenmiss-brauch abgehalten wird, dann war dieses Projekt schon ein Erfolg.

M. Altenburger und I. Theussl

 

Der Verlauf des Projektes

Vom 25.02. bis 01.03.2002 hatten wir, die vierten Klas-sen, ein großes Projekt unter dem Namen "Sucht-prävention". Gemeinsam mit sechs Lehrern bearbeiteten wir die verschiedensten Suchtthemen. Auch dass ganz normale Gewohnheiten zur Sucht werden können wie zum Beispiel Fernsehen und Telefonieren konnten wir an uns selbst (am eigenen Leib) erfahren. Durch einen Ver-zichtsvertrag, den wir für diese Woche unterschrieben, merkten wir, dass es auch uns nicht leicht fällt, auf Sachen zu verzichten, die wir gerne tun.

Patrick erklärt den Begriff "Magersüchtig"

Legale und illegale Drogen waren eigentlich das Haupt-thema der Woche. Wir arbeiteten selbständig bzw. in Gruppen Informationen über illegale Drogen aus. Comics und Plakate zum Thema wurden gestaltet. Durch ver-schiedene Übungen erkannten wir, wie jeder von uns in extremen Situationen reagiert - wenn er dem Gruppen-zwang ausgeliefert ist, wenn jemand z. B. Angst hat, einer Gruppe nicht angehören zu dürfen.

Unsere Sinnesorgane wurden im "Sinnesgarten", der im Turnsaal aufgebaut worden war, wieder einigermaßen geschärft. Wir mussten uns mit Hören, Sehen, Riechen, Tasten und Schmecken durchkämpfen. Das war gar nicht so leicht.

An einem der Projekttage kamen zwei Vertreter der Exe-kutive und besprachen mit uns das Jugendschutzgesetz. Zum Schluss durften wir uns unsere eigenen Gesetze schaffen, die wie erwartet nicht ganz der Realität ent-sprachen.

Ich glaube, diese Woche hat jedem von uns sehr viel gebracht, und weil wir die ganze Woche über hart gearbeitet hatten, belohnten wir uns, mit - natürlich alkoholfreien - Cocktails. Wir haben die wohlschmeckenden Getränke gemeinsam mit Frau Plepeletz und Frau Hautzinger, das sind die Hauswirtschaftslehrerinnen unserer Schule, zubereitet.

Wir hoffen, dass es in unserer Schule niemals zu irgendwelchen Suchthandlungen kommt. Vielleicht hat dieses Projekt etwas dazu beigetragen.

S. Wrumec & S. Imensek (4a)

Trennlinie

Regionale Beratungsstelle

Trennlinie

VIVID Fachstelle für Suchtprävention
Regionalbüro Südweststeiermark

8430 Leibnitz, Hauptplatz 26 (Rathaus, 2.Stock)
Mo, 15-17; Fr, 10-12 Uhr
Tel.: 03452/84 42 348; 0676/870 832 039;
Fax: 03452/84411
e-mail: vivid-suedwest@stmk.volkshilfe.at
Internet: www.vivid.at

Trennlinie

Klapotetz Juli 2002, Seite 21

Trennlinie

Diskussionen

Viele heiße Diskussionen wurden geführt!

Trennlinie

Mädchen Die Schülerinnen und Schüler stellen ihre Gewohnheiten (Süchte) anhand eines Konsumprofils dar.   Mit der Entwicklung von Genuss zu Sucht beschäftigte sich Jasmin Hartner Mädchen
Trennlinie
Kinder   Kinder   Kinder
Christian Posch bereitet sich auf sein Referat vor.   Jeder Schüler schreibt für jeden seiner Mitschüler ein "Ich mag an dir ..."-Kärtchen.
Thomas Krainer beschäftigt sich sehr intensiv damit.
  Die selbstgestalteten Projektmappen bieten den Schülern eine interessante Zusammenfassung der Thematik (Ewald Hammer und Manuel Herstätter)
Trennlinie