Berufsorientierung - Berufspraktische Tage
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21. bis 23. September 2004
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Zum ersten Mal führten wir an unserer Hauptschule gleich zu Beginn des Schuljahres 2004/05 „Berufspraktische Tage“ für die Schülerinnen und Schüler unserer vierten Klassen durch Diese Tage sollen den Jugendlichen Einblicke in die Berufswelt geben, die Berufsfindung erleichtern, Klarheit über die Anforderungen des Wunschberufs verschaffen und stellen eine Ergänzung zum Berufsorientierungs-Unterricht dar.

Alle 79 Mädchen und Burschen nahmen von 21. bis 23. September daran teil und suchten gemeinsam mit ihren Eltern schon während der Sommerferien Betriebe, die ihnen diese „Schnupperlehre“ ermöglichten. Gleich vorweg: Unsere Schülerinnen und Schüler haben die Musikhauptschule Großklein nach außen hin hervorragend vertreten, wie wir aus den Rückmeldungen der Firmen erfahren konnten.

Die Palette der „Schnupperberufe“ war breit gefächert und reichte von der Altenfachbetreuerin über Bankkauffrau/-mann, Elektronikerin, Journalist/-in, Tourismusfachfrau, Kindergartenpädagin, Weberin, Tierarzt zu den traditionellen Berufen wie KFZ-Techniker, Fliesenleger, Frisörin, Einzelhandelskauffrau/-mann usw.
So manche Schülerin und so mancher Schüler wurde in der Berufswahl bestätigt, andere wissen nun, dass ihr bisheriger Wunschberuf nicht mehr für sie in Frage kommt.

Ein Team bestehend aus fünf Lehrerinnen und einem Lehrer unserer Hauptschule besuchte täglich fast alle Schülerinnen und Schüler an ihren Arbeitsplätzen. Insgesamt fuhren wir weit mehr als 1000 Kilometer zwischen dem Norden von Graz und den südlichsten Zipfeln der Steiermark herum, um unsere Schützlinge zu besuchen, mit ihnen über ihre Tätigkeiten und Eindrücke zu reden, ihnen manchmal Mut zuzusprechen und mit den Lehrlingsausbildnern und -betreuern über die Anforderungen der Betriebe an die jungen Menschen, über die Möglichkeiten und Chancen am Arbeitsmarkt und über die Wünsche der Wirtschaft an die Schule zu sprechen. Ein herzliches „Danke“ an die vielen Betriebe und Firmen, die unsere Schülerinnen und Schüler in ihren Unternehmen aufgenommen haben. Danke sagen wir vor allem den Eltern, die ihre Kindern bei der Suche nach dem „Schnupperbetrieb“ behilflich waren, sie zum Arbeitsplatz brachten und von dort wieder holten.

 

Diese drei Tage waren für die Mädchen und Burschen (und auch für uns Lehrer) anstrengend, aber interessant und lehrreich. Herr Landler als „Baustellen-Profi“ hat weder früheste Morgenstunde noch Spätschicht gescheut, um seine Kinder zu besuchen.

Die Kinder haben erlebt, wie ermüdend ein Arbeitstag sein kann, sie haben die Vor- aber auch die Nachteile des Berufslebens kennen gelernt, manche(r) von ihnen weiß jetzt die Vorzüge des Schulbesuchs zu schätzen, einige brennen darauf, in das Berufsleben einzusteigen. Von einem „Mir haben die Füße so wehgetan“ über „Ich möchte noch einmal schnuppern gehen“, „Es war supertoll“ und „Dieser Beruf ist überhaupt nicht der richtige für mich“ reichen die Aussagen der Kinder.

Die Rückmeldungen unserer Schülerinnen und Schüler, aber auch von Firmen und Unternehmen, in denen unsere „Kinder“ gearbeitet haben, haben uns gezeigt, dass diese praktischen Erfahrungen wichtig sind und so werden auch die kommenden vierten Klassen Gelegenheit haben, eine dreitägige „Schnupperlehren“ zu absolvieren.

Mehr Fotos gibt es unter www.home.pages.at/erkg
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Erika Kollmann-Gusmag

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