Parks and Playgrounds - Der Stadtpark von Wr. Neustadt - seit 1972

Geschichte:

Musikpavillon Bauarbeiten Promenade beim Neunkirchner Tor Bauarbeiten Bauarbeiten

Promenade beim Neunkirchner Tor Bereits beim Wiederaufbau der Stadt nach dem großen Brand von 1834 wurde von der Stadtverwaltung das Bedürfnis der Einwohner nach einem Erholungsraum berücksichtigt. Bald nach dem Brand wurde daher eine Promenade beim Neunkirchner Tor angelegt.

Arbeiten an der äußeren Stadtmauer Da jedoch die Verteidigungsanlagen der Stadt veraltet waren, wurden immer öfter Stimmen laut, die einen Abriss der Stadtmauern forderten. 1846 erfüllte die Stadtverwaltung diese Forderungen, um der Bevölkerung mehr Erholungsraum zu geben. Noch im gleichen Jahr kam es zur Abtragung eines an der westlichen Stadtmauer gelegenen Vorwerks, der heutigen Kapuzinerbastei. Das dabei gewonnene Material wurde verkauft und der Gewinn zur Errichtung dieses neuen Erholungsgebietes verwendet. Bei der Abtragung wurden von Arbeitern Reste eines unterirdischen Ganges mit alten jüdischen Grabsteinen gefunden. Diese blieben im Besitz der Stadt und wurden an der äußeren Stadtmauer angebracht.

Auch der Stadtgraben wurde zugeschüttet. Nur mehr ein schmaler Bach und einige kleine Teiche im Bereich der heutigen Stadtgärtnerei blieben über. Dadurch entstand eine weitere Promenade. 1862 wurden die alten Stadttore abgetragen und die Grundstücke vor der Stadtmauer an die Bürger verkauft. Somit gelangten auch die Teiche in Privatbesitz. Der neue Besitzer begann mit dem Bau einer Villa, dem heutigen Europahaus. Für den Bau wurden viele Bäume gefällt, aber die Familie pflanzte dafür eine breite Doppelallee und ließ die Teiche beim Brauhaus bestehen.

Bereits im Jahre 1865 wurde ein Kinderspielplatz errichtet, ein Gärtner und zwei Parkwächter eingestellt. 1872 war dann die eigentliche Geburtsstunde des Stadtparks. Die beiden Promenaden wurden zusammengefasst, mehr Bäume gepflanzt und der Kinderspielplatz neu gestaltet. Erstmals erfolgte eine Beleuchtung durch 10 Petroleumlampen. Der Brauhausteich wurde durch Senkung des Wasserspiegels im Winter als Eislaufplatz und im Sommer als Tennisplatz genützt. Erst 1975 wird der Eislaufbetrieb eingestellt.

1906 wurde von der Gemeinde ein Musikpavillon angekauft. In den Jahren nach 1872 wurden immer wieder von Wiener Neustädter Firmen und Vereinen Denkmäler usw. für den Stadtpark gestiftet, u.a. die Denkmäler der Kaiser Franz Josef und Josef II., das Schubert Denkmal, das Wetterhäuschen und der Rosengarten. 1906 wurde von der Gemeinde der Musikpavillon angekauft und 1910 der Springbrunnen errichtet. Im gleichen Jahr erfolgte die elektrische Beleuchtung. 1919 wird nahe dem Kinderspielplatz der Rodelberg angelegt.

Im Jahre 1945 kam es durch die Bombenangriffe zu katastrophalen Zerstörungen im Stadtpark. Dieser erholte sich nur langsam. Als Heinz Schulze im Jahr 1962 Direktor des Stadtgartenamtes wurde, erstrahlte der Park jedoch bald in neuem Glanz, u.a. wurde ein neuer Teich angelegt. Vor allem lagen dem Stadtgartendirektor auch die Tiere am Herzen und er gründete noch im Jahre 1962 den Kleintierzoo. 1968 folgte dann auf dem Gelände der alten Kapuzinerbastei das Bärengehege mit den Kragenbären Ali und Berba. Ständige fachmännische Betreuung und laufende Neuerungen durch die Stadtverwaltung haben den Stadtpark zu dem gemacht, wie er sich an seinem 130. Geburtstag präsentiert: als grüne Lunge unserer Stadt und somit ein Erholungsraum für Mensch und Tier.